ich habe mich vor 2 Wochen von meinem Freund getrennt. Über seine Zwänge habe ich lediglich schriftlich mit ihm kommuniziert (liebevoll); er spricht kein Wort darüber.
Ausnahme: als ich auszog und als ein Hauptargument meine Co-Abhängigkeit schilderte (mit Beispiel) meinte er (nur): "Ich hatte schon immer meine Zwänge und Tics!"
Die Trennung beschäftigt mich natürlich noch seh, sehr oft. Ich bin aktuell zwar auch räumlich getrennt von ihm, habe ihn auf Whatsapp blockiert ..., trotzdem gibt es so viele Situationen, in denen ich an ihn denken muss, in denen er in seinen Zwängen gefangen ist...
Geht`s oder ging es jemandem hier als Ex-Partner(in) ähnlich?
Würde ich sehr gerne austauschen
Thema Zwangsstörungen nur schriftlich kommuniziert
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blackroselila
- Beiträge: 1
- Registriert: Sa 15. Aug 2026, 22:47
Re: Thema Zwangsstörungen nur schriftlich kommuniziert
Hallo blackroselila,
dein Nickname sagt eigentlich schon alles über dein aktuelles Dilemma: Was denn nun ? Schwarz, rosa oder lila ?
Du steckst genau in dieser emotionalen Farbpalette fest – zwischen der düsteren Realität seiner Zwänge (schwarz), deiner rosaroten Retter-Illusion (rosa) und dem schmerzhaften emotionalen Zwischenraum, in dem du gerade gefangen bist (lila).
Respekt für deinen Auszug, aber mach dir bitte nach zwei Wochen nichts vor: Du hast zwar die Wohnung verlassen und ihn auf WhatsApp blockiert, aber in deinem Kopf wohnst du noch mietfrei bei ihm.
Sein Satz („Ich hatte schon immer meine Zwänge und Tics!“) war das Ehrlichste, was du von ihm hören konntest. Er hat dir damit unmissverständlich gesagt: „Ich bin so, ich bleibe so, friss oder stirb.“ Er hat null Problembewusstsein und er wird sich niemals für dich ändern.
Dein „liebevolles“ schriftliches Kommunizieren über seine Zwänge war nichts anderes als der co-abhängige Versuch, die Therapeutin oder Mutter zu spielen. Du wolltest ihn reparieren, um dich selbst gebraucht und wertvoll zu fühlen. Das hat nicht funktioniert und das wird es auch jetzt im Nachhinein nicht.
Merkst du die Ironie ? Du sorgst dich im Forum darum, wie er „in seinen Zwängen gefangen ist“. Fakt ist: Er lebt in seiner gewohnten Struktur. Die Einzige, die hier gerade in seinen Zwängen gefangen ist, bist du.
Dieses tiefe Mitleid, das du immer noch für ihn vorschiebst, ist eine reine psychologische Nebelkerze deines eigenen Gehirns. Solange du dein Denken um sein Leiden kreisen lässt, musst du dich nämlich nicht der viel unangenehmeren Frage stellen: Was stimmt mit MIR nicht, dass ich mir das so lange angetan habe ? Welches Defizit in dir wolltest du durch seine Rettung ausgleichen ?
Es ist völlig okay, dass du dich hier im Forum austauschen willst, um die Bestätigung zu bekommen, die er dir durch sein Schweigen verweigert hat. Aber pass auf, dass du hier nicht die nächste Schleife drehst. Nutze den Austausch nicht, um monatelang seine Psyche zu analysieren. Er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Lass ihn in seiner Zwangswelt sitzen.
Die Kontaktsperre bringt überhaupt nichts, wenn du sie gedanklich jede Minute brichst. Hör auf, seine Probleme zu deinen zu machen und fange an, dich um deine eigenen Baustellen zu kümmern.
dein Nickname sagt eigentlich schon alles über dein aktuelles Dilemma: Was denn nun ? Schwarz, rosa oder lila ?
Du steckst genau in dieser emotionalen Farbpalette fest – zwischen der düsteren Realität seiner Zwänge (schwarz), deiner rosaroten Retter-Illusion (rosa) und dem schmerzhaften emotionalen Zwischenraum, in dem du gerade gefangen bist (lila).
Respekt für deinen Auszug, aber mach dir bitte nach zwei Wochen nichts vor: Du hast zwar die Wohnung verlassen und ihn auf WhatsApp blockiert, aber in deinem Kopf wohnst du noch mietfrei bei ihm.
Sein Satz („Ich hatte schon immer meine Zwänge und Tics!“) war das Ehrlichste, was du von ihm hören konntest. Er hat dir damit unmissverständlich gesagt: „Ich bin so, ich bleibe so, friss oder stirb.“ Er hat null Problembewusstsein und er wird sich niemals für dich ändern.
Dein „liebevolles“ schriftliches Kommunizieren über seine Zwänge war nichts anderes als der co-abhängige Versuch, die Therapeutin oder Mutter zu spielen. Du wolltest ihn reparieren, um dich selbst gebraucht und wertvoll zu fühlen. Das hat nicht funktioniert und das wird es auch jetzt im Nachhinein nicht.
Merkst du die Ironie ? Du sorgst dich im Forum darum, wie er „in seinen Zwängen gefangen ist“. Fakt ist: Er lebt in seiner gewohnten Struktur. Die Einzige, die hier gerade in seinen Zwängen gefangen ist, bist du.
Dieses tiefe Mitleid, das du immer noch für ihn vorschiebst, ist eine reine psychologische Nebelkerze deines eigenen Gehirns. Solange du dein Denken um sein Leiden kreisen lässt, musst du dich nämlich nicht der viel unangenehmeren Frage stellen: Was stimmt mit MIR nicht, dass ich mir das so lange angetan habe ? Welches Defizit in dir wolltest du durch seine Rettung ausgleichen ?
Es ist völlig okay, dass du dich hier im Forum austauschen willst, um die Bestätigung zu bekommen, die er dir durch sein Schweigen verweigert hat. Aber pass auf, dass du hier nicht die nächste Schleife drehst. Nutze den Austausch nicht, um monatelang seine Psyche zu analysieren. Er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Lass ihn in seiner Zwangswelt sitzen.
Die Kontaktsperre bringt überhaupt nichts, wenn du sie gedanklich jede Minute brichst. Hör auf, seine Probleme zu deinen zu machen und fange an, dich um deine eigenen Baustellen zu kümmern.
Re: Thema Zwangsstörungen nur schriftlich kommuniziert
Hallo,
Bist du hier noch aktiv? Laut deinem Profil nicht. Ich finde es sehr lobenswert, dass du ihm versucht hast zu helfen aber leider ist es so, dass jede Hilfe zwecklos ist, wenn die betroffene Person es nicht einsieht. Natürlich nicht mit der Holzhammer-Methode. Aber im seinem Fall scheint er derart mit seinem Zwangssystem verwachsen zu sein (vllt. auch wegen der Tics), dass es für ihn sinnlos scheint, diese aufzugeben, weil er dadurch seine Tics unter Kontrolle hat. Ich kannte mal einen in Lübeck, der hatte das auch und er war trotzdem dort im der Klinik. Es ist also nicht aussichtslos. Aber ohne Einsicht Keine Chance.
So wie ich das sehe, bist du sehr frustriert über dich, ihn und den Zwang. Und verletzt. Und möchtest das hier einfach mal rauslassen. Hoffe, es hat dir geholfen. Du brauchst unbedingt Abstand weil der Zweifel auch abfärben kann. Du hast aber definitiv das Richtige getan.
Eure Liebe war echt aber war halt nur für eine begrenzte Zeit bestimmt.
Bist du hier noch aktiv? Laut deinem Profil nicht. Ich finde es sehr lobenswert, dass du ihm versucht hast zu helfen aber leider ist es so, dass jede Hilfe zwecklos ist, wenn die betroffene Person es nicht einsieht. Natürlich nicht mit der Holzhammer-Methode. Aber im seinem Fall scheint er derart mit seinem Zwangssystem verwachsen zu sein (vllt. auch wegen der Tics), dass es für ihn sinnlos scheint, diese aufzugeben, weil er dadurch seine Tics unter Kontrolle hat. Ich kannte mal einen in Lübeck, der hatte das auch und er war trotzdem dort im der Klinik. Es ist also nicht aussichtslos. Aber ohne Einsicht Keine Chance.
So wie ich das sehe, bist du sehr frustriert über dich, ihn und den Zwang. Und verletzt. Und möchtest das hier einfach mal rauslassen. Hoffe, es hat dir geholfen. Du brauchst unbedingt Abstand weil der Zweifel auch abfärben kann. Du hast aber definitiv das Richtige getan.
Eure Liebe war echt aber war halt nur für eine begrenzte Zeit bestimmt.