Zwangsstörung 7jährige
Zwangsstörung 7jährige
Hallo, ich schriebe hier heute nach einem fürchterlichen Tag. Vor ca 2,5 Jahren hat meine Tichter angefangen Sicherheitshandlungen auszuführen und gleichzeitig eine extreme Trennungsangst entwickelt. Zurückzuführen ist beides wohl auf den plötzlich Tod ihres Vaters vor 4 Jahren (sie war 3). Wor waren dann knapp 1,5 Jahre in Therapie und es wurde viel besser bzw war weg. Seit ca 3 Monaten führt sie die Handlungen wieder aus und wir sind seit 3 Wochen wiedee bei ihrer Therapeutin. Ihr "Hauptzwang" betshet aktuell darin, dass sie nichtmehr alleine aufs Klo kann, weiß wann sie fertig ist, von alleine nicht mehr runterkommen kann und dann kein Ende beim Abputzen findet. Heute Morgen war es so schlimm, dass ich mit ihr in Karlsruhe in die Psychstrische Klinik für Kinder und Jugendlixhe gefahren bin. Dort wurden wir absolut liebenswert empfangen und sehr ernst genommen und uns wurde geraten uns auf die Warteliste für die dortige Eltern Kind Station setzen zu lassen, was auch passieren wird.
Mittlerweile ist jeder Toilettengabg für mich ein absoluter Horror. Heute Mittac war sie zwei Mal und kam direkt beim ersten Mal sagen runter und auch das Abwischen hielt sich Grenzen. Heute Abend dann ist sie komplett eskaliert und das ganze dauerte fast 50 Minuten.
Ich bin mittlerweile so verzweifelt und habe so immense Ängste, dass es ihr nie mehr gut gehen wird. Kennt jemand diese Gedanken.
Danke euch!
Mittlerweile ist jeder Toilettengabg für mich ein absoluter Horror. Heute Mittac war sie zwei Mal und kam direkt beim ersten Mal sagen runter und auch das Abwischen hielt sich Grenzen. Heute Abend dann ist sie komplett eskaliert und das ganze dauerte fast 50 Minuten.
Ich bin mittlerweile so verzweifelt und habe so immense Ängste, dass es ihr nie mehr gut gehen wird. Kennt jemand diese Gedanken.
Danke euch!
Re: Zwangsstörung 7jährige
Hallo,
Ihre Verzweiflung und die Angst vor der Chronifizierung sind angesichts der Belastung im Alltag völlig nachvollziehbar. Die Vorstellung in der Kinderpsychiatrie Karlsruhe und die Anmeldung für die Eltern-Kind-Station waren die richtigen Schritte.
Aus tiefenpsychologischer Sicht lässt sich die Dynamik gut erklären: Der plötzliche Tod des Vaters traf Ihre Tochter im Alter von 3 Jahren exakt in einer Phase, in der das Kind beginnt, Autonomie zu entwickeln und sich emotional von der Mutter zu lösen (Triangulierung). Fällt der Vater in dieser Phase weg, kollabiert dieser Schutzraum, was zu extremer Trennungsangst führt.
Der aktuelle Toilettenzwang (Kontrollverlust beim Abwischen, das Unvermögen, fertig zu werden) ist ein klassischer unbewusster Kontrollversuch. Weil das Kind damals die totale Kontrolle verloren hat (Tod des Vaters), versucht die Psyche nun, über den intimsten Bereich der Eigenständigkeit – die Ausscheidung – eine Pseudo-Kontrolle zu erlangen. Gleichzeitig erzwingt dieses Symptom im Bad Ihre ununterbrochene physische Präsenz. Der Zwang bindet Sie an das Kind und verhindert Trennung. Dass die Symptomatik vor drei Monaten wiederkam, hängt vermutlich mit einem Autonomieschritt (z. B. dem Schuleintritt) zusammen.
Um die Situation hier im Forum besser einschätzen zu können, wären drei Aspekte wichtig:
* Das Verhalten im Außenraum: Zeigt Ihre Tochter diese Zwangshandlungen beim Toilettengang ausschließlich bei Ihnen zu Hause, oder tritt das Verhalten auch in der Schule oder bei Verwandten auf?
* Ihre eigene Trauerarbeit: Wie gut konnten Sie den plötzlichen Verlust Ihres Mannes damals verarbeiten? Oft müssen Mütter in solchen Krisen sofort funktionieren, wodurch die eigene Trauer blockiert wird, was sich unbewusst auf das Kind überträgt.
* Das soziale Umfeld: Gibt es im Alltag stabile Entlastungssysteme oder andere feste Bezugspersonen (evtl. auch männliche wie Großväter oder Onkel), die diese enge Zweier-Dynamik zwischen Ihnen und Ihrer Tochter zeitweise aufbrechen können?
Die Eltern-Kind-Station in Karlsruhe ist für diese Dynamik genau der richtige Ansatz, da dort nicht nur das Kind therapiert, sondern die Interaktion zwischen Ihnen beiden stabilisiert und entlastet wird.
Ihre Verzweiflung und die Angst vor der Chronifizierung sind angesichts der Belastung im Alltag völlig nachvollziehbar. Die Vorstellung in der Kinderpsychiatrie Karlsruhe und die Anmeldung für die Eltern-Kind-Station waren die richtigen Schritte.
Aus tiefenpsychologischer Sicht lässt sich die Dynamik gut erklären: Der plötzliche Tod des Vaters traf Ihre Tochter im Alter von 3 Jahren exakt in einer Phase, in der das Kind beginnt, Autonomie zu entwickeln und sich emotional von der Mutter zu lösen (Triangulierung). Fällt der Vater in dieser Phase weg, kollabiert dieser Schutzraum, was zu extremer Trennungsangst führt.
Der aktuelle Toilettenzwang (Kontrollverlust beim Abwischen, das Unvermögen, fertig zu werden) ist ein klassischer unbewusster Kontrollversuch. Weil das Kind damals die totale Kontrolle verloren hat (Tod des Vaters), versucht die Psyche nun, über den intimsten Bereich der Eigenständigkeit – die Ausscheidung – eine Pseudo-Kontrolle zu erlangen. Gleichzeitig erzwingt dieses Symptom im Bad Ihre ununterbrochene physische Präsenz. Der Zwang bindet Sie an das Kind und verhindert Trennung. Dass die Symptomatik vor drei Monaten wiederkam, hängt vermutlich mit einem Autonomieschritt (z. B. dem Schuleintritt) zusammen.
Um die Situation hier im Forum besser einschätzen zu können, wären drei Aspekte wichtig:
* Das Verhalten im Außenraum: Zeigt Ihre Tochter diese Zwangshandlungen beim Toilettengang ausschließlich bei Ihnen zu Hause, oder tritt das Verhalten auch in der Schule oder bei Verwandten auf?
* Ihre eigene Trauerarbeit: Wie gut konnten Sie den plötzlichen Verlust Ihres Mannes damals verarbeiten? Oft müssen Mütter in solchen Krisen sofort funktionieren, wodurch die eigene Trauer blockiert wird, was sich unbewusst auf das Kind überträgt.
* Das soziale Umfeld: Gibt es im Alltag stabile Entlastungssysteme oder andere feste Bezugspersonen (evtl. auch männliche wie Großväter oder Onkel), die diese enge Zweier-Dynamik zwischen Ihnen und Ihrer Tochter zeitweise aufbrechen können?
Die Eltern-Kind-Station in Karlsruhe ist für diese Dynamik genau der richtige Ansatz, da dort nicht nur das Kind therapiert, sondern die Interaktion zwischen Ihnen beiden stabilisiert und entlastet wird.
Re: Zwangsstörung 7jährige
Vielen Dank für die Antwort! Die psychologische Einordnung tat mir sehr gut. Es ist das, was auch ihre Therapeutin sagt und es nochmal zu hören, hilft mir sehr!
Bei anderen ganz sie den Zwang gut "bezwingen" sie schafft es zum Beispiel auch bei einer Freundin zu übernachten und ist generell außerhalb dieser Zwangsmomente ein sehr fröhliches und lebensfroh Kind.
Och selbst war danach zwei Jahre ik Therapie, aber meine Tochter merkt, dass ich viel alleine trage - sie ist in diesem Bereich extrem sensibel.
Heute morgen hat das erste Mal die Oma, die mit uns im Haus wohnt, den Toilettengang übernommen und es funktionierte viel besser. Wir überlegen das nun öfter zu machen, um diese Situationen zu entschärfen.
Danke auch für die Einschätzung mit der Eltern-Kind- Station. Ich hoffe sehr, dass wir dort zeitnah eine Platz bekommen und Hilfe.
Danke!
Bei anderen ganz sie den Zwang gut "bezwingen" sie schafft es zum Beispiel auch bei einer Freundin zu übernachten und ist generell außerhalb dieser Zwangsmomente ein sehr fröhliches und lebensfroh Kind.
Och selbst war danach zwei Jahre ik Therapie, aber meine Tochter merkt, dass ich viel alleine trage - sie ist in diesem Bereich extrem sensibel.
Heute morgen hat das erste Mal die Oma, die mit uns im Haus wohnt, den Toilettengang übernommen und es funktionierte viel besser. Wir überlegen das nun öfter zu machen, um diese Situationen zu entschärfen.
Danke auch für die Einschätzung mit der Eltern-Kind- Station. Ich hoffe sehr, dass wir dort zeitnah eine Platz bekommen und Hilfe.
Danke!
Re: Zwangsstörung 7jährige
Hallo,
es ist ein unheimlich wichtiger und reflektierter Impuls, diese Bereiche in den Blick zu nehmen. Dass du die Bereitschaft zeigst, das System zu öffnen und deine Tochter öfter in die Betreuung anderer Bezugspersonen zu geben, ist psychologisch gesehen genau der Hebel, der euch aus diesem Teufelskreis befreien kann. Wenn deine Tochter lernt, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen, macht ihre Psyche die existenzielle Erfahrung, dass Trennung nicht automatisch Verlust bedeutet. Sie erfährt dadurch, dass auch andere Erwachsene ihr Sicherheit bieten können und du verlässlich wiederkehrst. Das nimmt dem Toilettenzwang im Laufe der Zeit die unbewusste Funktion, dich permanent physisch an sie ketten zu müssen, und dehnt den engen Raum zwischen euch beiden auf eine sehr gesunde Weise auf.
Genauso entscheidend ist es, dass du diesen Gedanken weiterverfolgst und tatsächlich auch den Schritt gehst, intensiv an deinen eigenen Themen zu arbeiten. Es erfordert Mut, sich der eigenen Trauer und den verdeckten Ängsten zu stellen, aber dieser Weg ist die nachhaltigste Unterstützung, die du deiner Tochter momentan bieten kannst. Kinder besitzen extrem feine Antennen für die unbewusste Belastung ihrer Eltern. Häufig entwickeln sie Symptome oder klammern so extrem, um die Mutter unbewusst zu schützen oder von deren innerem Schmerz abzulenken. Indem du dir den Raum nimmst, das Erlebte und den plötzlichen Verlust therapeutisch aufzuarbeiten, signalisierst du deiner Tochter auf einer tiefen, nonverbalen Ebene, dass du als Erwachsene stabil genug bist, diesen Rucksack selbst zu tragen. Das entlastet ihre kleine Psyche massiv und gibt ihr die emotionale Erlaubnis, wieder Kind zu sein und gesündere Grenzen zu entwickeln.
Zu dieser eigenen Arbeit gehört ganz zentral auch der Aspekt, dass du wieder beginnst, nach vorne zu blicken und dir ein eigenes Leben abseits deiner Rolle als Mutter zu erhalten oder Schritt für Schritt wieder neu zu erschaffen. Du bist nicht nur die Beschützerin deiner Tochter, sondern ein eigenständiger Mensch mit dem Recht auf eigene Interessen, soziale Kontakte und Momente der Freude. Wenn du dir diesen eigenen Lebensraum zurückeroberst, nimmst du den enormen Druck und die Erwartungshaltung von deiner Tochter, dein einziger Lebensinhalt sein zu müssen. Je mehr du wieder im eigenen Leben verankert bist und Zufriedenheit aus deinen eigenen Quellen ziehst, desto freier und unbeschwerter kann sich auch deine Tochter entwickeln, weil sie spürt, dass es dir gut geht.
Es ist völlig normal und gehört zum Prozess dazu, dass sich dabei anfangs Schuldgefühle melden, weil es sich anfühlt, als würdest du dein Kind in einer schweren Phase im Stich lassen. Doch diese Schuldgefühle beruhen auf einem Trugschluss, denn das Gegenteil ist der Fall: Ein eigenes Leben zu führen ist kein Egoismus, sondern eine emotionale Notwendigkeit für euch beide. Indem du dir erlaubst, glücklich zu sein und aufzublühen, lebst du deiner Tochter vor, dass das Leben nach einem schweren Schicksalsschlag wieder schön sein darf. Du nimmst ihr damit die unbewusste Last, für dein Lebensglück verantwortlich zu sein.
Nutze die Phasen, in denen deine Tochter von anderen betreut wird, ganz bewusst für dich, um ein eigenes Stück Alltag zu gestalten, durchzuatmen und Kraft zu tanken. Das ist kein Abschieben, sondern der erste und wichtigste Schritt zur gemeinsamen Besserung.
es ist ein unheimlich wichtiger und reflektierter Impuls, diese Bereiche in den Blick zu nehmen. Dass du die Bereitschaft zeigst, das System zu öffnen und deine Tochter öfter in die Betreuung anderer Bezugspersonen zu geben, ist psychologisch gesehen genau der Hebel, der euch aus diesem Teufelskreis befreien kann. Wenn deine Tochter lernt, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen, macht ihre Psyche die existenzielle Erfahrung, dass Trennung nicht automatisch Verlust bedeutet. Sie erfährt dadurch, dass auch andere Erwachsene ihr Sicherheit bieten können und du verlässlich wiederkehrst. Das nimmt dem Toilettenzwang im Laufe der Zeit die unbewusste Funktion, dich permanent physisch an sie ketten zu müssen, und dehnt den engen Raum zwischen euch beiden auf eine sehr gesunde Weise auf.
Genauso entscheidend ist es, dass du diesen Gedanken weiterverfolgst und tatsächlich auch den Schritt gehst, intensiv an deinen eigenen Themen zu arbeiten. Es erfordert Mut, sich der eigenen Trauer und den verdeckten Ängsten zu stellen, aber dieser Weg ist die nachhaltigste Unterstützung, die du deiner Tochter momentan bieten kannst. Kinder besitzen extrem feine Antennen für die unbewusste Belastung ihrer Eltern. Häufig entwickeln sie Symptome oder klammern so extrem, um die Mutter unbewusst zu schützen oder von deren innerem Schmerz abzulenken. Indem du dir den Raum nimmst, das Erlebte und den plötzlichen Verlust therapeutisch aufzuarbeiten, signalisierst du deiner Tochter auf einer tiefen, nonverbalen Ebene, dass du als Erwachsene stabil genug bist, diesen Rucksack selbst zu tragen. Das entlastet ihre kleine Psyche massiv und gibt ihr die emotionale Erlaubnis, wieder Kind zu sein und gesündere Grenzen zu entwickeln.
Zu dieser eigenen Arbeit gehört ganz zentral auch der Aspekt, dass du wieder beginnst, nach vorne zu blicken und dir ein eigenes Leben abseits deiner Rolle als Mutter zu erhalten oder Schritt für Schritt wieder neu zu erschaffen. Du bist nicht nur die Beschützerin deiner Tochter, sondern ein eigenständiger Mensch mit dem Recht auf eigene Interessen, soziale Kontakte und Momente der Freude. Wenn du dir diesen eigenen Lebensraum zurückeroberst, nimmst du den enormen Druck und die Erwartungshaltung von deiner Tochter, dein einziger Lebensinhalt sein zu müssen. Je mehr du wieder im eigenen Leben verankert bist und Zufriedenheit aus deinen eigenen Quellen ziehst, desto freier und unbeschwerter kann sich auch deine Tochter entwickeln, weil sie spürt, dass es dir gut geht.
Es ist völlig normal und gehört zum Prozess dazu, dass sich dabei anfangs Schuldgefühle melden, weil es sich anfühlt, als würdest du dein Kind in einer schweren Phase im Stich lassen. Doch diese Schuldgefühle beruhen auf einem Trugschluss, denn das Gegenteil ist der Fall: Ein eigenes Leben zu führen ist kein Egoismus, sondern eine emotionale Notwendigkeit für euch beide. Indem du dir erlaubst, glücklich zu sein und aufzublühen, lebst du deiner Tochter vor, dass das Leben nach einem schweren Schicksalsschlag wieder schön sein darf. Du nimmst ihr damit die unbewusste Last, für dein Lebensglück verantwortlich zu sein.
Nutze die Phasen, in denen deine Tochter von anderen betreut wird, ganz bewusst für dich, um ein eigenes Stück Alltag zu gestalten, durchzuatmen und Kraft zu tanken. Das ist kein Abschieben, sondern der erste und wichtigste Schritt zur gemeinsamen Besserung.
Re: Zwangsstörung 7jährige
Tausend Dank für die Nachricht! Sie hat so gut getan! Und ja, vielleicht habe ich da auch wirklich den ein oder anderen "Fehler" begangen und mich selbst zu sehr hinten an gestellt bzw auch gezeugt, dass es mir zeitweise zu viel ist. Ich überlege nun doch mal eine Gruppe für Alleinerziehende oder verwitwete aufzusuchen.
Sie ist nun auch bei einer Freundin und möchte da evtl. Sogar übernachten - das war ihr Wunsch. Als sie anhegolt wurde, wollte sie dann doch nicht, hat aber auch gesagt, dass sie sich gerade unsicher ist. Die Mutter weiß über unsere Situation bescheid und ich habe ihr dann gesagt, dass sie doch mal mitgehen soll udn ich sie ja sonst holen kann. Die Mutter der Freundin hat das dann auch toll mitgetragen und ich hoffe, dass sie auch daraus am Ende etwas positives ziehen kann, egal wie lange sie tatsächlich bleibt!
Sie ist nun auch bei einer Freundin und möchte da evtl. Sogar übernachten - das war ihr Wunsch. Als sie anhegolt wurde, wollte sie dann doch nicht, hat aber auch gesagt, dass sie sich gerade unsicher ist. Die Mutter weiß über unsere Situation bescheid und ich habe ihr dann gesagt, dass sie doch mal mitgehen soll udn ich sie ja sonst holen kann. Die Mutter der Freundin hat das dann auch toll mitgetragen und ich hoffe, dass sie auch daraus am Ende etwas positives ziehen kann, egal wie lange sie tatsächlich bleibt!
Re: Zwangsstörung 7jährige
Hallo,
das ist eine positive Entwicklung. Dass der Wunsch nach der Übernachtung von deiner Tochter selbst ausging, zeigt, dass ihr gesunder Anteil, der gesunde Drang nach Autonomie, trotz der Zwänge intakt ist. Deine Reaktion beim Abholen war strukturell richtig: Du hast eine Option geboten, ohne das Vorhaben sofort abzubrechen.
Für das weitere Vorgehen sind zwei Aspekte wichtig:
Achte bei der Auswahl der Gruppe aber gut auf dein Bauchgefühl: Es sollte eine konstruktive Gruppe sein, die nach vorne blickt, Lösungen teilt und Kraft spendet. Manche Gruppen neigen leider dazu, im gemeinsamen Schmerz zu verharren, was das Leiden oft nur verlängert – suche dir gezielt einen Kreis, der dich stärkt und ermutigt, dein eigenes Leben wieder aufzubauen.
Zudem zeigt der Moment des Zögerns beim Abholen, dass du deiner Tochter in solchen Situationen künftig ruhig einen klaren, liebevollen Impuls – einen „Schubs“ – in Richtung Eigenständigkeit geben darfst. Zu langes Abwarten oder zu viel Verhandlungsraum seitens der Mutter verstärkt die kindliche Ambivalenz und Unsicherheit. Ein klares „Ich traue dir das zu, geh jetzt mit“ signalisiert dem Kind, dass die Mutter die Situation für sicher hält.
Genieße den freien Abend und sei stolz auf Dich !
das ist eine positive Entwicklung. Dass der Wunsch nach der Übernachtung von deiner Tochter selbst ausging, zeigt, dass ihr gesunder Anteil, der gesunde Drang nach Autonomie, trotz der Zwänge intakt ist. Deine Reaktion beim Abholen war strukturell richtig: Du hast eine Option geboten, ohne das Vorhaben sofort abzubrechen.
Für das weitere Vorgehen sind zwei Aspekte wichtig:
Achte bei der Auswahl der Gruppe aber gut auf dein Bauchgefühl: Es sollte eine konstruktive Gruppe sein, die nach vorne blickt, Lösungen teilt und Kraft spendet. Manche Gruppen neigen leider dazu, im gemeinsamen Schmerz zu verharren, was das Leiden oft nur verlängert – suche dir gezielt einen Kreis, der dich stärkt und ermutigt, dein eigenes Leben wieder aufzubauen.
Zudem zeigt der Moment des Zögerns beim Abholen, dass du deiner Tochter in solchen Situationen künftig ruhig einen klaren, liebevollen Impuls – einen „Schubs“ – in Richtung Eigenständigkeit geben darfst. Zu langes Abwarten oder zu viel Verhandlungsraum seitens der Mutter verstärkt die kindliche Ambivalenz und Unsicherheit. Ein klares „Ich traue dir das zu, geh jetzt mit“ signalisiert dem Kind, dass die Mutter die Situation für sicher hält.
Genieße den freien Abend und sei stolz auf Dich !
Re: Zwangsstörung 7jährige
Hallo,Fre hat geschrieben: Fr 14. Aug 2026, 22:23 Heute Abend dann ist sie komplett eskaliert und das ganze dauerte fast 50 Minuten.
Ich bin mittlerweile so verzweifelt und habe so immense Ängste, dass es ihr nie mehr gut gehen wird. Kennt jemand diese Gedanken.
Danke euch!
das liegt daran, dass Zwänge abends schlimmer werden können, weil man wegen der Müdigkeit nicht mehr so gut dagegen ankommt und wahrscheinlich auch, weil das Serotonin im Körper durch Melatonin ersetzt wird.
Wichtig ist eine zielgerichtete Therapie, ggf. mit Trauma-Bewältigung und VT. Bin kein Therapeut, aber liest sich nach etwas, dass sie evtl. noch nicht verarbeitet hat. Allerdings hab ich damit keine Erfahrung und kann nur sagen, dass Expos helfen. Auch bei langen Toilettengängen.
Wichtig ist auch, darauf zu gucken, was für Stressfaktoren da sind. Ich hatte gerade so eine Situation und kann dir sagen, dass es sich während dieser Zeit extrem eklig und unangenehm angefühlt hat und ich dachte, dass es nie wieder vorbei geht. Tatsächlich hat es nach 20 Minuten wieder nachgelassen. Aber man muss sich auch nicht zu allem zwingen, was Stress verursacht. Allgemein ist es hilfreich, sich bewusst zu sein, was das Problem ist und wenn es ein Zwang ist, dann sich zu fragen, was will ich? Und die Antwort darauf ist die Motivation und das Ziel.
Re: Zwangsstörung 7jährige
Danke! Ja, wir werden das auf jeden Fall therapeutisch aufarbeiten.
Re: Zwangsstörung 7jährige
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