Willkommensrunde

Amarelo
Beiträge: 15
Registriert: Sa 10. Jan 2026, 19:17

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Amarelo »

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Froschkönigin
Beiträge: 31
Registriert: So 11. Jan 2026, 20:28

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Froschkönigin »

Willkommen Amarelo und Frei-von-Z!

@Amarelo: Mobbing kenn ich auch zur Genüge und auch, dass mir immer wieder gesagt wird, dass ich für irgendwas nicht gut genug bin. Schön, dass du deinen Berufswunsch trotzdem verfolgen konntest und deinen Weg trotzdem gehen konntest. Dass es jetzt schwer geworden ist wegen des Zwangs ist natürlich doof.
Pilgern würde mich grundsätzlich auch interessieren, aber leider bin ich körperlich dazu nicht (mehr) in der Lage. Aber so eine grundsätzliche Auszeit und sich mal auf die absoluten Basics beschränken, am besten ohne Handy, kein TV usw. stell ich mir durchaus entspannend vor. Es rückt die wirklich wichtigen Dinge in den Focus, nicht den ganzen anderen Kram, mit dem man sich sonst den lieben langen Tag so rumschlägt und der einen aber oft nicht wirklich weiterbringt im Leben.

@Frei-von-Z: uiuiui... sich mit solchen Gedanken rum zu schlagen ist schon ziemlich heftig. :( Was ich bisher so gelesen hab zu dem Thema, werden Menschen die sowas denken (wegen Zwangsgedanken) aber in der Regel sowas nicht in die Tat umsetzen. Vielleicht beruhigt dich das ein wenig. Was meinst du mit der "Sein-lassen-Methode"? Was genau machst du da? Ich arbeite schon eine Weile mit der Cogito-App und dort gibt es gute Übungen, um Gedanken einfach aufkommen und wieder gehen zu lassen. Z.B. indem man sich vorstellt, es werden Pakete geliefert (die Gedanken), du beschriftest die Pakete und stellst sie dann auf einen LKW, der die Pakete weg bringt. Und du bewertest die Pakete=Gedanken nicht, sondern beschriftest einfach nur. Zu versuchen, an etwas NICHT zu denken (das ist es was ich unter "sein lassen" verstehe) führt meist nur dazu, dass unser Gehirn diesen Gedanken als besonders wichtig kennzeichnet - und wir damit umso öfter daran denken.

So viel erst mal dazu - ich möchte diesen Thread hier nicht zu viel zu spamen, soll ja nur eine Willkommensrunde sein.

Ich wünsch euch beiden, dass ihr euren Weg findet, Hilfe findet und wieder besser und entspannter leben könnt.
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Lotti
Beiträge: 2
Registriert: Di 27. Jan 2026, 18:16

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Lotti »

Hallo in die Runde,

ich bin 76 Jahre alt und hab eine lange Leidensgeschichte hinter mir und jetzt zeigen sich alle Dinge, die schon lange in mir wohnen und mich inzwischen sehr quälen und alle Kraft rauben.
Ich habe mich hier angemeldet, weil sich meine Zwangsgedanken erst jetzt so deutlich zeigen. Bisher hab ich an meinen existentiellen Ängesten gearbeitet, aber die haben sich zu Zwangsgedanken entwickelt, die mir sagen, dass ich alles richtig machen muss, sonst sterbe ich. Dass ich aber es nie schaffen werde. Das hat Hintergründe in einer überlebten tötlichen Erkrankgung, aber inzwischen weiß ich, dass die Wurzeln meiner Ängste tief in meiner Kindheit liegen.
Ich bin in Therapie und hoffe, dass ich durch die neuen Erkenntnisse endlich einen Weg finde, diesen elendigen Kreislauf zu durchbrechen, damit ich den Rest meiner Tage noch in Ruhe leben kann. Ich habe das Gefühl, dass das Kind jetzt einen Namen hat, mit dem ich etwas anfangen kann, dass ich es irgendwie greifen kann.
Das ist natürlich alles sehr kurz gehalten. Vielleicht hilft mir ein Austausch mit anderen hier auch weiter.

Wie kann ich hier einen Avatar reinstellen?

Ich wünsche Euch einen schönen Abend
Lotti (ich heiße in echt auch anders)
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admin_zf
Administrator
Beiträge: 72
Registriert: Sa 3. Feb 2018, 18:01

Re: Willkommensrunde

Beitrag von admin_zf »

Hallo Lotti,

herzlich willkommen hier im Forum!
Lotti hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 19:01 Wie kann ich hier einen Avatar reinstellen?
Das geht über dein Profil.
Also rechts oben auf deinen Benutzernamen klicken, dann "Persönlicher Bereich" auswählen und anschließend den Reiter "Profil". Dort gibt es dann den Punkt "Avatar ändern".

Bzw. diesen Link aufrufen: Avatar ändern

Viele Grüße

Franz
Pittyplatsch
Beiträge: 1
Registriert: Do 29. Jan 2026, 09:07

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Pittyplatsch »

Gemoje allerseits :wave:

ich heiße Petra, bin 60 *lach* unvorstellbare Zahl, im Kopf bin ich viel jünger. Gebürtig aus Ffm, Ex Junkie, Adhs, kPtbs, Depri, Emo Borderliner, Trans ja und die ollen Zwangsstörungen. Brauch keiner aber naja, wir haben sie...und finden Wege durchs Chaos. Mal mehr, mal weniger. Ich grade weniger. Ich lebe aufm Land seit 1992, Vogelsbergkreis in Hessen. 120 Leutchen Dorf, hinterm Haus geht die Walachei los, bestens! Ich lebe mit meinem Mann, meinem besten Freund zusammen. Das sollte erstmal reichen. Ich wünsch euch einen guten Tag :thumbup: Lg, petra
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Lotti
Beiträge: 2
Registriert: Di 27. Jan 2026, 18:16

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Lotti »

Lieber Franz,

danke, es hat jetzt geklappt.

Lieben Gruß

Lotti
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Ayva
Beiträge: 2
Registriert: Mo 23. Feb 2026, 12:29
Wohnort: NRW

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Ayva »

Hi, Ich bin Ayva. 28 Jahre alt und komme aus NRW. Ich bin neu hier und wollte kurz Hallo sagen :)
larsmv
Beiträge: 4
Registriert: Mo 9. Mär 2026, 07:09

Re: Willkommensrunde

Beitrag von larsmv »

Hallo,

ich bin Lars, 29 und komme aus Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe Zwänge, ADHS, Depressionen und Ängste.

Zwänge habe ich bereits seit meinem 14. Lebensjahr, ab 16 wurden sie zur Belastung.

Ich nehme aktuell auch Medikamente (Paroxetin) und stehe auf einer Warteliste.

Ich würde mich freuen hier Leute kennenzulernen, denen es ähnlich geht. Ich habe bereits mehrere Klinikaufenthalte hinter mir und weiß sehr viel über meine Krankheit aber mir fehlt der Austausch mit anderen Betroffenen. Wichtig ist mir lösungsorienriertes Denken bzw. das man weiterkommen will und Wege sucht um etwas zu verändern. Am liebsten wäre ich in einer therapeutischen Wohngruppe, aber sowas gibt es wohl leider nicht für Zwänge.

Es gibt hier leider weit und breit keine einzige Selbsthilfegruppe und besonders junge Menschen mit ähnlichen Problemen sucht man vergebens, eigentlich kenne ich auch niemanden mit Zwängen im real life.

Ich bin ein sehr offener Mensch, rede gerne und viel und mag es, wenn ich mich mal nicht so alleine fühle mit diesem Thema, allerdings habe ich auch gemerkt, dass nur darüber reden auch nichts bringt. Ich sehe Konfrontation als Chance, wo man sich ggf. dabei unterstützen kann, etwas besser auszuhalten. Motivation ist ja oft so nh Sache nh?

Hauptsächlich habe ich Angst vor Fehlern, das was passiert, ständig ein "falsch" Gefühl bei vielem was ich tue und bin generell eher der unsichere Typ. Aber kann auch selbstbewusst sein in bestimmten Situationen, habe einen starken Gerechtigkeitkeitsdrang und mag die Natur.

Durch mein ADHS bin ich manchmal etwas impulsiv aber auch fröhlich und mag es Leute zum Lachen zu bringen.

Durch die Zwänge habe ich mich leider über die Jahre sehr isoliert und habe kaum ein aktives Sozialleben. Vielleicht geht es anderen Leuten ähnlich und ihr kommt vllt. sogar aus der Nähe oder zb Hamburg geht auch noch. Aber auch von weiter weg ist eigentlich kein Problem, tele zb. auch gerne :)

Ich empfehle den Podcast von OCDLand und von Elke Atzpodien (die es nach 20 Jahren aus ihren Zwängen geschafft hat und heute anderen Betroffenen hilft).

Meiner Meinung nach kommt der Zwang nicht alleine, sondern es gibt noch viele andere (aufrechterhaltene) Faktoren, die eine Rolle spielen können und es ist wichtig, nicht nur auf die Zwänge zu gucken sondern auch auf sein Leben und alles.
Zuletzt geändert von larsmv am Mo 9. Mär 2026, 11:26, insgesamt 4-mal geändert.
Alpha Centauri
Beiträge: 41
Registriert: Di 17. Apr 2018, 19:21

Re: Willkommensrunde

Beitrag von Alpha Centauri »

larsmv hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 08:06 Hauptsächlich habe ich Angst vor Fehlern, das was passiert, ständig ein "falsch" Gefühl bei vielem was ich tue und bin generell eher unsicherer. Aber kann auch selbstbewusst sein in bestimmten Situationen, habe einen starken Gerechtigkeitkeitsdrang und mag die Natur.
Hallo, Lars!

Ja, in dem was Du kompakt schreibst, werden sich hier sicher viele zumindest teilweise wiedererkennen (so auch ich). Es gibt halt spezielle Zwangsmuster und neben den Auslösern (bspw. Belastungsphasen) spielen oft auch Veranlagung und Wesenszüge eine relevante Rolle.

Wir haben es mit einer sehr komplexen Erkrankung zu tun. Und auch mit komplexen Behandlungsmöglichkeiten. Im Wesentlichen sehe ich den Weg zu deutlich weniger Leidensdruck aber darin, dem Zwang die Macht zu nehmen, indem man Gedanken möglichst ignoriert, labelt ("klarer Zwangsgedanke!"), sich mit anderen Dingen ablenkt, Zwangshandlungen unterlässt, die Anspannung aushält und mit der Zeit einfach so ein gutes und sicheres Gefühl dabei aufbaut, eben anders zu handeln und möglichst auch zu denken, als es die Zwangserkrankung will.

Das Forum hier ist ein wenig eingeschlafen (auch ich war lange inaktiv), also stell Dich einfach darauf ein, dass es mal länger dauern kann, bis Du Antworten erhältst.

Einen schönen Gruß!

Markus
larsmv
Beiträge: 4
Registriert: Mo 9. Mär 2026, 07:09

Re: Willkommensrunde

Beitrag von larsmv »

Vielen Dank für deine Antwort. Das hast du gut zusammen gefasst. Ich finde, die Familie und die Erziehung oder die unterbewussten Muster, die man so übernommen hat, spielen auch eine wichtige Rolle. Und wie man halt allgemein so denkt über sich und sein Leben.

Ja, in der Theorie weiß ich auch, dass man die Zwänge möglichst ziehen lassen sollte, allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass diese auch eine Funktion erfüllen, was die Abgrenzung so schwierig macht weil man daran glaubt, dass es wichtig ist und man den Zwang sozusagen auch man mal braucht. Und je mehr Angst man hat, desto schwieriger ist es, davon loszukommen. Wer hat schon Lust, den ganzen Tag in Angst und Stress zu verbringen?

Die Medikamente helfen mir momentan beim Überleben. Sie haben teilweise die oft tot geschwiegene Nebenwirkung der emotionalen Abstumpfung aber ohne geht's momentan absolut nicht.

Ich finde es schade, dass die vierthäufigste psychische Erkrankung so wenig beachtet wird. Oft denke ich, dass man es mit Depressionen oder "nur" Angst wohl einfacher hätte. Das Problem sehe ich oft in der Therapie, wo es wenig um Zwänge geht. Ich finde das inakzeptabel. Hier in der Gegend wurde erst letztes Jahr die Tagesklinik um den Bereich Trauma, Angst und Zwang erweitert. Davor gab es das nicht. Es handelt sich um eine Allgemeinpsychiatrie mit Einzugsgebiet.

Ich danke dir für deinen Beitrag und die therapeutischen Ansätze. Kleiner Input: Zwangsgedanken: ich hab sie einfach akzeptiert und hab all das gemacht, was ich laut den Gedanken nicht darf.
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